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Scrollen statt Klicken – Gestalten Sie Ihre Internetseiten interessant

IHK Onlinemarketing - 25. März 2015 - 11:00

(Gastartikel) Kennen Sie das auch? Sie suchen Informationen auf einer Internetseite und müssen sich erst mühsam durch die Seite klicken? Da hat man oft gar keine Lust mehr, sich die ganze Seite genauer anzusehen oder?

Doch es gibt eine interessante Alternative zum „klicken“, die immer populärer wird. Das Scrollytelling verbindet die Begriffe scrollen und „telling“, also erzählen, miteinander. Um Informationen zu bekommen, wird nicht mehr geklickt, sondern gescrollt.

Wie das funktioniert? Es gibt keine Buttons mehr, die man anklicken kann und hinter denen sich Texte oder Fotos verbergen, sondern eine lange Internetseite, auf der alles aufeinander folgt. Fließtexte, Fotos und viele weitere Details werden nacheinander angeordnet.

Hier ein Beispiel eines Blogs aus dem Tourismusbereich, der mit Scrollytelling arbeitet und der uns mit spannenden Texten und Bildern auf eine Reise nach Somalia einlädt:
http://www.travelepisodes.com/reise/welcome-to-somalia/

Neben Bildern, Fotos oder Videos können auch Infografiken in die Geschichte bzw. den Artikel eingebunden werden. Auch Landkarten oder Zeitleisten zur chronologischen Anordnung wichtiger Daten eignen sich, um den vorangegangenen oder nachfolgenden Text zu veranschaulichen. Diese Zusatzmaterialien sind wie eigene Teaser für jeden Textabschnitt. Sie wecken die Neugier des Lesers und fesseln seine Aufmerksamkeit.

Experimentieren ist hierbei nicht nur erlaubt, sondern sogar gewünscht!
Ein kleiner Tipp: Das Zusatzmaterial  sollte zum Text passen und ihn sinnvoll ergänzen.
Wäre das nicht so, würde die Erwartung des Lesers enttäuscht und er wäre nicht mehr so zufrieden mit dem Text. Einfach, weil der nicht seinen Erwartungen entspricht.

Zugegeben: Eine langweilige Geschichte wird auch durch Scrollytelling nicht wesentlich interessanter. Doch für alle, die etwas Spannendes zu erzählen haben, ist das Srcollytelling eine interessante Option, die ich nur empfehlen kann. Informative Texte, passende Zusatzmaterialen und eine ansprechende Gestaltung laden den Besucher der Internetseite zum Schmökern und Verweilen ein.

Auch der Bereich der Technik, der sich als etwas kniffliger erweist, sollte kein Hindernis für Neulinge im Scrollytelling sein. Hier können erfahrene Programmierer bei der Seitengestaltung unterstützen. Der folgende Link gibt ein paar Tipps zu technischen Umsetzung: http://www.onlinejournalismus.de/2014/08/03/der-grose-scrollytelling-tool-test

Autorin:
Katrin Steger ist Auszubildende der IHK Mittlerer Niederrhein. Sie ist aktuell im dritten Lehrjahr zur Kauffrau für Bürokommunikation.

 

Bildnachweis: © Kuzmick – Fotolia.com

 

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Kategorien: Marketing

Wer morgen noch gefunden werden will, muss mobilfreundlich werden

IHK Onlinemarketing - 18. März 2015 - 14:45

(Gastartikel) Mobile Mobile Mobile! Die Onlinebranche wiederholt dieses Schlagwort nun schon seit mindestens zwei Jahren gebetsmühlengleich, überall und jederzeit. Der Anteil der Websitebesucher mit Mobilgeräten liegt bei vielen Internetseiten schon lange jenseits der 50%, “Responsive Design” oder gar “Mobile First” sind vielen Webmastern geläufige Begriffe. Und jetzt nennt uns Google mit dem 21. April 2015 auch noch einen konkreten Termin, ab dem jeder, der sich nicht um Mobilgeräte schert, mit Einbußen zu rechnen hat. Dumm nur, dass vor allem der Mittelstand den Knall noch nicht gehört zu haben scheint. Warum ist das so?

Ungeachtet aller Anzeichen scheint die Realität – vor allem im B2B-Bereich – noch immer ganz anders auszusehen. Der nur geringe Anteil der in der Webanalyse ausgewiesenen Besucher mit mobilen Endgeräten bestätigt in vielen Unternehmen die hartnäckige These, dass das ganze Thema für die eigene Website noch nicht wichtig genug ist, um in eine Umstellung zu investieren. Denn wenn man es angeht, dann aber bitte richtig. Und möglichst teuer. Und so laufen auch viele der Warnungen über mangelnde Mobilfreundlichkeit, die Google seit Ende des letzten Jahres vermehrt über die Webmaster Tools verteilt, vollkommen ins Leere.


“Blauer Brief” von Google.

Die Sicherheit, in der man sich wägt, ist aber freilich sehr trügerisch, denn es ist nicht durch Wegsehen abwendbar, dass der Traffic von Desktop- und Laptop-Geräten immer weiter abnehmen wird. Schon 2014 nutzten 69 Prozent der Internetnutzer das Internet über mobile Geräte (Quelle Statista). Eine Studie von Webtrekk bescheinigt einen Mobil-Anteil von 30% am gemessenen Gesamttraffic für das 4. Quartal 2014… mit sagenhaften 45% Wachstum im Jahresvergleich. Dieser Trend wird 2015 nicht einfach umkehren, sondern weitergehen. Wer also heute noch keine nennenswerten Anteile an “Mobiltraffic” verzeichnet, wird sich in sehr kurzfristigen Dimensionen darauf einstellen müssen, wenn der mit den unoptimierten Inhalten noch erreichbare Kuchen nicht irgendwann zu klein werden soll, um davon satt zu werden.

21. April 2015: Mobilunfreundliche Seiten werden bei Google Probleme bekommen

Ja tatsächlich. So genau konnte man es selten beziffern, aber Google hat diesmal einen konkreten Termin genannt – unter anderem hier. Wer bis dahin seine Hausaufgaben nicht gemacht hat, kann den Anspruch nicht erfüllen, den Google selbst formuliert: “Nutzer werden bei Suchanfragen eher hochwertige Ergebnisse erhalten, die sowohl für ihre Anfragen relevant als auch für ihre Geräte optimiert sind“. Rankingeinbußen und damit weniger Einblendungen und Klicks für nicht-optimierte Website werden die Folge sein. Die Anzeichen waren ja auch eigentlich nicht zu übersehen.

  • 2014 ließ das damalige “Google-Sprachrohr” Matt Cutts auf der SMX zur gewohnt schwammigen Aussage hinreißen, dass er nicht überrascht wäre, wenn “die Zahl der Suchanfragen über mobile Endgeräte diejenigen von Desktop-PCs im Jahr 2015 überschreiten würde”. Wer also auf Traffic von Google baut, sollte sich folgerichtig darum kümmern, dass diese Besucher auch etwas mit den Inhalten anfangen können.
  • Bereits zuvor hatte Google sowohl in den Webmaster Tools als auch in Form erweiterter oder neuer Analysetools (“Mobile Page Speed”; “Mobile Friendly Testing Tool”; Links siehe unten) eine Menge an Infos und Werkzeugen bereitgestellt. Neue Reports zur “Benutzerfreundlichkeit auf Mobilgeräten” gegen Ende des Jahres legten den Finger sehr konkret in die Wunden. Auch die Häufigkeit der o. a. “Blauen Briefe” steigt seit Januar 2015 stetig an.
  • Auf Mobilgeräten werden in den Suchergebnissen bei Google schon seit Ende 2014 alle Seiten entsprechend markiert, bei denen Google keine Probleme bei der Betrachtung vermutet.

    Mobilfreundlichkeit als “Versprechen” in Suchergebnissen
  • Bereits einstellen können wir uns auch auf kommende weitere Signale wie z.B. die Kennzeichnung von aufgrund der Größe oder Serverperformance “mobil langsamer” Seiten.
Was also tun?

So nah der Termin 21. April erscheinen mag: Schnellschüsse bergen Risiko. Wer nur eine eher kleine Website mit wenigen Seiten betreibt, kann sich aber oft mit dem Aufwand weniger Stunden (ggf. eingekauft bei der betreuenden Webagentur) mittels Responsive Design aus der Schlinge ziehen und auch ausreichend testen, ob die Lösung wirklich funktioniert. Komplexere Sites und vor allem Shops oder andere Systeme mit vielen Formularen und Prozessen etc. müssen gezwungenermaßen mehr Ressourcen (und vermutlich auch Geld) investieren, um eine geeignete Lösung zu finden, zu implementieren und ausreichend zu testen, bevor die Umstellung erfolgen kann. Wer damit noch nicht angefangen hat, kann den Prozess nun also bestenfalls noch vor dem 21. April starten; sicher aber nicht abschließen.

Zuvor sind auch ggf. Vor- und Nachteile verschiedener Lösungsoptionen abzuwägen, denn die Lösung heißt nicht immer “Responsive Design und die Bereitstellung der kompletten Website für Mobilgeräte. Aktuelle Aussagen von Google Mitarbeitern auf der Branchenmesse SMX West machen deutlich, dass “Responsive” genauso gut oder schlecht ist wie andere Lösungen und dass Mobiltauglichkeit ein Faktor ist, der für jede einzelne Seite und nicht eine komplette Domain zu betrachten ist. Es mag also auch eine Option sein, die Top 25 Seiten eines umfangreichen Webauftritts möglichst schnell für Mobilgeräte fit zu machen und bereitzustellen und sich für den Rest die Zeit zu lassen, die für eine zukunftssichere und wirtschaftlich sinnvolle Lösung benötigt wird.

Gibt es Probleme und wie groß sind diese?

Wichtig ist es auf jeden Fall, sich zuerst analytisch mit seiner Website zu befassen und das Problem zu quantifizieren, um von dort aus – auch mit entsprechender Beratung durch die Webagentur oder interne IT – die nächsten Schritte zu planen und das Thema anzugehen. Hilfreiche Ressourcen bietet Google dazu selbst an:

Auch die Webanalyse kann dabei helfen, die Auswirkungen von “Tun oder Lassen” kurzfristig einzuschätzen “Lassen” ist aber spätestens mittelfristig für keine Website mehr eine Option!

 

Markus Baersch ist Geschäftsführer der gandke marketing & software gmbh aus Mönchengladbach, die Kunden aus jedem Marktsegment bei der erfolgreichen Vermarktung und laufenden Optimierung ihrer Shops oder B2B-Websites unterstützt. Wissen aus dem “früheren Leben” als Diplom Ingenieur für Elektrotechnik und Leiter der Softwareentwicklung,  Projekt- und Produktmanager bei Sage Software ist dabei kein Ballast, sondern zusätzliches Werkzeug bei der Beratung und operativen Betreuung von Optimierungsmaßnahmen. Seit 2007 gehören hauptsächlich SEM, Webanalyse, Suchmaschinen-, Usability- und Conversionoptimierung zu seinem beruflichen Alltag.

Bildnachweis: © papalapapp – Fotolia.com

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Kategorien: Marketing

12 Fragen an Ute Schmeiser, Schmeiser Marketing

IHK Onlinemarketing - 26. Februar 2015 - 11:00

Kaum eine Branche muss sich momentan so großen Herausforderungen stellen wie der stationäre Einzelhandel. Denn wer heute ein Geschäft betreibt, konkurriert nicht nur mit anderen Händlern in der Nachbarschaft, sondern muss auch mit dem Angebot im Internet mithalten können. Sonst bleiben die Kunden aus. Warum sich der stationäre Einzelhandel jedoch selbst verstärkt ins Netz wagen sollte, erklärt die Marketing-Expertin Ute Schmeiser in unserer Serie „12 Fragen an…“

1. Viele stationäre Händler sehen in der grenzenlosen Online-Einkaufswelt vor allem eine Gefahr – für sich und für die Zentren der Kommunen. Doch welche Chancen ergeben sich im Internet für das stationäre Geschäft?
Das stationäre Geschäft kann mit einer ansprechenden Website seine Öffnungszeiten „sprengen“ und rund um die Uhr für den Kunden erreichbar sein. Im Idealfall kann man über einen Onlineshop einkaufen oder sich zumindest über eine klassische Website  informieren und Kontakt aufnehmen. Das Geheimnis liegt darin, die Vorteile aus beiden Welten zu verknüpfen und durch Synergien stärkere Kaufimpulse zu setzen, Reichweite und Bekanntheit aufzubauen und letztendlich für die Zukunft gerüstet zu sein. Handel kommt von handeln!

2. Was muss ein stationärer Händler online mindestens bieten, um wahrgenommen zu werden?
Eine modern gestaltete und informative Website, die möglichst auf Smartphone und Tablets gut lesbar und funktional ist. Die wichtigsten Infos wie Öffnungszeiten, Anfahrt, Parken, Kontaktdaten, Produktbeschreibungen und Aktionen sollten schnell zu finden sein. Das ist das Minimum, an dem aber leider schon viele Händler scheitern. Wäre dies die Pflicht, könnte man die Facebook-Seite als Kür bezeichnen.

3. Was sind die aktuellen Trends bei der Verknüpfung von Offline- und Online-Handel?
Nicht neu, aber immer noch ein geschicktes kleines Tool ist der QR-Code. Hätte ich ein Schaufenster mit entsprechender Frequenz, würde ich meine Produkte alle mit einem QR-Code versehen. So kann sich der Kunde außerhalb der Öffnungszeiten informieren. Nicht neu, aber immer noch innovativ und bestechend einfach finde ich den virtuellen Supermarkt von Tesco in den südkoreanischen U-Bahn-Stationen. Wie im Supermarkt sind dort meterweise Produktregale auf Plakate gedruckt. Von Fleisch bis Haarspray kann alles mit dem QR-Code sofort bestellt werden. Wie sich die sogenannte Beacon-Technik durchsetzt, wird sich zeigen. Dabei werden im Geschäft durch kleine Funksender Angebote und Infos auf die Smartphones der Kunden geschickt. Geht man zum Beispiel am Sportschuh-Regal vorbei, poppt ein passendes Angebot zu den aktuellen Laufschuhen auf.

4. Sie unterstützen das kleine Mönchengladbacher Designer-Outlet Grenzposten beim Marketing. Im Internet findet man eine statische Website und eine mit Leben gefüllte Facebook-Seite mit über 500 Fans. Warum haben Sie sich für diese Strategie entschieden?
Zu Beginn war es umgekehrt geplant. Wir wollten eine aufwändige Website mit Videos, täglich wechselnden Angeboten , neuesten Modetrends, interaktiven Aktionen und vielem mehr. Parallel haben wir, um schnell interagieren zu können, eine Facebook-Seite ins Leben gerufen. Um diese kümmere ich mich bis heute und ich habe rasch gemerkt, dass das Mode-Business mit ständig wechselnden Trends, Styles und Aktionen zu schnell ist für eine Website. Wir sind ein kleines Team und müssen tagesfrisch und ganz nah am Geschehen handeln können. Ist morgen ein Trend auf dem Markt, haben wir ihn am nächsten Tag auf Facebook aufgegriffen. Wir können just-in-time auf Wetter, Trends, gesellschaftliche Ereignisse und nicht zuletzt auf Feiertage wie Muttertag, Valentinstag und Weihnachten reagieren.

5. Haben Sie auch über einen Webshop nachgedacht?
Ein Webshop ist ein komplexes Gebilde aus Technik, Logistik, Versand, Warenwirtschaft und vielem mehr. Dies war zu Anfang zu zeit- und kostenintensiv. Als Lückenfüller funktioniert inzwischen die „Bestellung“ über Facebook. Das heißt: Ich poste aktuelle Ware und die Fans reagieren sehr schnell mit einem Besuch im Laden oder der Bitte via Facebook, das Teil in ihrer Größe zurückzulegen. Die Kunden kommen in den Laden und holen es sich ab, meist verbunden mit weiteren Einkäufen.

6. Wie und was posten Sie?
Ich poste entweder direkt vom PC aus oder via Smartphone. Themen sind aktuelle Ware, Outfit-Vorschläge, Aktionen – zum Beispiel zu den Feiertagen –, Sale, Gewinnspiele, eigene Modeschauen, Messebesuche, Fotoaktionen, Freundinnen-Abende und vieles mehr. Wir probieren gern Neues aus und wiederholen das, was gut funktioniert.

7. Welche Posts erreichen eine besonders hohe Interaktionsrate? Wie erklären Sie sich das?
Auf einen einfachen Nenner gebracht, sind es trendstarke Mode und Fotos von Menschen, wie zum Beispiel Kundinnen  in ihren Outfits, Mitarbeiter, die ein aktuelles Teil an sich selbst zeigen, Fotos von Aktionen wie den Freundinnen-Abenden oder Modenschauen. Eine große Resonanz hatten wir beim ersten Geburtstag, bei dem wir einen siebentägigen Countdown gestartet und an sieben Tagen sieben Chancen vorgestellt hatten. Nur an diesem Tag gab es Prozente oder Zugaben für diese Produktgruppe. Die Spannung war groß, da wir immer erst am Abend vorher die Chance für den nächsten Tag gepostet hatten. Am Morgen kamen die Fans in den Laden und waren schon auf die nächste Chance gespannt. Ebenfalls außergewöhnlich starkes Feedback gab es vor zwei Jahren, als wir, die Inhaberin und ich, auf der Fashion Week in Berlin waren. Das erste Foto war der Koffer auf dem Bahngleis auf der Fahrt nach Berlin. Das letzte Bild zeigte, wie wir uns bei Prosecco und Live-Musik vom Messerummel erholt haben. Die Kunden sprachen das Team im Laden an und erzählten, dass sie das toll fänden, so hautnah dabei zu sein. Viele wollten wissen, wann wir wieder da sind.
Diese Erfahrung habe ich auch zu einem Blogbeitrag “So werden Facebook Beiträge geliked!” verarbeitet.

8. Wie schaffen Sie es, aus Fans Kunden zu machen, die in den Laden kommen?
Es gibt zum Beispiel Gutscheine, die man ausschließlich auf Facebook findet und die man im Laden auf dem Smartphone vorzeigt und einlöst. Inzwischen ist bekannt, dass viele Teile nur in begrenzter Stückzahl da sind. Was weg ist, ist weg. Die Fans kommen schneller in den Laden und warten nicht oder lassen sich das gewünschte Teil zurücklegen. Wichtig ist, dass die Facebook-Seite authentisch ist. Was ich dort erzähle, zeige, ankündige, muss der Realität Stand halten. Das Team im Laden ist daher immens wichtig. Es muss leben, was auf Facebook nur versprochen wird.

9. Wie nutzen Sie Facebook, um besondere Aktionen im Geschäft zu promoten?
Immer wieder posten und ankündigen, in kleinen Häppchen. Facebook-Beiträge sind eher Snacks, die Appetit, aber niemals satt machen. Wir führen zum Beispiel jedes Jahr eine Kundinnen-Modenschau durch, die inzwischen schon Kultstatus hat. Rund 30 Kundinnen werden ausgewählt und dafür rufen wir zur Bewerbung via Facebook auf. Das ganze Event wird via Facebook begleitet, auch live vor Ort mit Handy-Schnappschüssen. Sales, Rabatte, Lagerverkäufe und ähnliches werden mit ansprechenden Fotos immer wieder gepostet, begleitet von Outfit-Vorschlägen, Trends und Tipps und Fotos vom Team, wie es das Lager vorbereitet, die Ware einsortiert und ähnliches.

10. Welche Tools nutzen Sie, um den Aufwand auf Facebook so gering wie möglich zu halten?
Wenn ich für Kunden, aber auch für meine eigene Facebook-Seite Postings erstelle, kann ich sehr schnell über das Smartphone Fotos machen, bearbeiten und über die Facebook-App veröffentlichen. Ebenso bekomme ich Fotos von Kunden via WhatsApp, die ich auswähle, bearbeite und mit dem passenden Text poste. Ich nutze hauptsächlich mein Smartphone, um regelmäßig Nachrichten, Kommentare oder Likes zu monitoren und gegebenenfalls direkt zu beantworten.

11. Welche anderen Sozialen Medien sind für den stationären Handel interessant?
Hier stehen die Fotosharing-Apps wie Instagram und Pinterest ganz weit oben. Aus meiner Erfahrung wird Instagram immer stärker von Marken außerhalb der Mode- und Kosmetikbranche genutzt. Auch Einzelhandelsgeschäfte können sich hier als Marke positionieren, da insbesondere Fotos von den Mitarbeitern eine hohe emotionale Bindung schaffen. Warum nicht mal zeigen, wie das Team die Weihnachtsdeko aufhängt oder beim Gewinnspiel die Lostrommel dreht? Mit eher emotionalen, hochwertigen Bildern zu einem bestimmten Thema ist Pinterest eine geeignete Plattform. Die Nutzer suchen Bilder zu ihren Interessen (Rezepte, Sprüche, Deko, Einrichtung, Möbel uvm.), sammeln sie und zeigen sie anderen Nutzern. Am Bild hängt die Herkunfts-URL, sodass Nutzer das Produkt auf der Website oder im Shop finden und bestellen können. Vorteil bei beiden Plattformen ist die hohe internationale Reichweite und die stark vernetzte Community, die einen schnellen Aufbau der Follower-Zahlen ermöglicht.

12. Kennen Sie ein Best-Practice-Beispiel für die Verknüpfung von Online- und Offline-Handel, von dem andere lernen können?
Ein Kollege betreut das Haushaltswarengeschäft „Hungerkamp“ in Bocholt, daher kenne ich dessen Geschichte ein wenig. Das Team postet auf seiner Facebook-Seite sehr regelmäßig neue Produkte, Messebesuche und Trends, Aktionen und Team-Geschichten. Erst waren die Mitarbeiter skeptisch, inzwischen ist beim ganzen Team die Leidenschaft für Facebook erwacht und die Fan-Zahlen und die Zahl der Kundenbesuche steigen.
Gelesen habe ich von der Aktion von Nordstrom, einer Kaufhauskette in den USA. In deren Geschäften wurden in einem Schaufenster Produkte ausgestellt, die bei Pinterest am häufigsten gepinned wurden. Mit einem Hinweis auf den Pinterest-Account wurde gleichzeitig dieser Kanal promotet. Leider ist der Handel aber noch nicht auf diesen Zug des crossmedialen Marketings aufgesprungen. Dabei gibt es unendlich viele Möglichkeiten, über Soziale Medien die Kunden in den Laden zu bekommen. Man muss sich nur damit beschäftigen und seine Marketingstrategie danach ausrichten.

Als Werbekauffrau, Texterin und Kundenberaterin war Ute Schmeiser mehr als 20 Jahre lang in Full-Service Agenturen in Karlsruhe, Köln, Duisburg und am Niederrhein beschäftigt. Im Juni 2001 machte sie sich mit dem Beratungsunternehmen Schmeiser Marketing in Emmerich am Rhein selbstständig. Heute sitzt die Firma in Wegberg und arbeitet für Existenzgründer, mittelständische Unternehmen, Start-ups und Freiberufler aus den unterschiedlichsten Branchen.

 

Bildnachweis: © rangizzz – Fotolia.com

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Kategorien: Marketing

Netz-Fundstücke 02/15

IHK Onlinemarketing - 10. Februar 2015 - 10:00

Was hat es mit dem geplanten IT-Sicherheitsgesetz auf sich? Was bringen neue Bildformate? Was ist Scrollytelling und was bringt es? Antworten zu diesen Fragen und weiteren, spannenden Themen finden Sie in unserer neuen Ausgabe der Netz-Fundstücke 02/15.

 

 

  • 9 Tipps für erfolgreiche Tests in allen Verkaufsphasen hat Konversationskraft zusammen gestellt.

 

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Kategorien: Marketing

Web-Antrieb 2015: Gestalten Sie mit!

IHK Onlinemarketing - 2. Februar 2015 - 18:28

Sie haben Interesse aktiv mit einem Vortrag bei einer unserer Veranstaltungen mit dabei zu sein? Sie können reden, haben fachliches Know-how und kommen aus der Region Mittlerer Niederrhein? – Dann gestalten Sie mit!

Unsere Veranstaltungsreihe Web-Antrieb 2015 – Kommen Sie mit uns in Fahrt spricht Entscheider von kleinen und mittleren Unternehmen an. Unsere Veranstaltungen sind dialogorientiert und schaffen Austausch unter allen Teilnehmern.

Folgende Themen sind in Planung:
(Kontaktformular finden Sie am Ende dieser Seite)

  • Abmahnung adé – Wie Sie Ihre Webpräsenz rechtssichergestalten
    (05.03.2015, Agendasetting ist schon abgeschlossen, die Inhalte finden Sie hier)
  • Fachkongress: e-Marketingday Rheinland 2015
    (15.04.2015, Agendasetting ist schon abgeschlossen, Ausstellermöglichkeit noch vorhanden, Inhalte und weitere Infos finden Sie hier)
  • Neue Trends im Onlinehandel
    (2. Halbjahr 2015 (August), Referentensuche teilweise noch offen)
    Themenfokus: Reklamation als Chance – Reputationsmanagement, Was bringen neue Gadgets (Wearables, Beacons etc.) dem stationären Handel vor Ort? Wie harmonieren stationärer Handel und Webshop erfolgreich? Der Webshop von Morgen, Multichannel
  • Virales Marketing vor der Haustüre: Lohnen sich Insta- oder Vinewalk für Unternehmen und regionales Marketing?
    (2. Halbjahr 2015 (September), Referentensuche teilweise noch offen)
    Was ist überhaupt ein Insta- oder Vinewalk und was steckt dahinter? Lassen sich solche Veranstaltungsformate für Unternehmen nutzen?
    Die Veranstaltung soll vor einem Theorieinput auch einen kleinen Spaziergang zum Ausprobieren und zur Inspiration enthalten und danach mit einem gemeinsamen Kaffee und Kuchen zur Auswertung und Diskussion einladen.
  • Fachkongress: IT Sicherheitstag NRW
    (02.12.2015, Bonn, Agendasetting beginnt im Sommer, Ausstellermöglichkeiten noch vorhanden, Inhalte und weitere Infos finden Sie hier)

Des Weiteren organisieren wir im Sommer (voraussichtlich im Juni) ein TourismusCamp Niederrhein. Bei dem Barcamp dreht sich alles darum, wie Freizeitanbieter, Hotels, Cafés, Restaurants, Touristiker in der Region Mittlerer Niederrhein online mehr Kunden gewinnen können. Detailliertere Informationen folgen hier in Kürze.

Finden Sie Ihre Themen wieder? Wir freuen uns über Ihre Kontaktaufnahme.

[contact-form-7]

Bildnachweis: ©-alphaspirit-Fotolia.com und Agentur CGW

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Kategorien: Marketing

Cookie: Was macht der Keks im Website-Test?

IHK Onlinemarketing - 22. Januar 2015 - 11:33

(Gastartikel) Selektieren ist wichtig beim Testing für die Website-Optimierung, denn bisweilen gewinnt man besonders aussagekräftige Ergebnisse, wenn nur bestimmte Besuchergruppen an einem Test teilnehmen. Um zu selektieren, muss man angehende Testteilnehmer und Nichtteilnehmer unterscheiden. Und nimmt ein Website-Besucher an einem Website-Testing teil, bei dem ihm dann etwa die Testversion B der Website präsentiert wird, wäre es gut, wenn ihm auch bei wiederkehrenden Besuchen während des Testings diese Website-Version angezeigt wird, damit es zu keinen Irritationen kommt. Möglich wird das durch Cookies.

Cookies speichern unter anderem Informationen, die vor einer möglichen Testteilnahme des Besuchers ausgewertet werden und dann vielleicht unter anderem mitbestimmen, a) ob der Besucher tatsächlich zum Testteilnehmer wird. Allerdings haben Cookies bisweilen so ihre Tücken. Deshalb sollten wir sie vielleicht ein bisschen genauer unter die Lupe nehmen? Ja, das sollten wir. Fangen wir aber mit einer anderen Frage an.

Welcher Besucher sieht was (und was nicht)?
Testing-Tools bieten dem Testenden die Möglichkeit, ausschließlich von ihnen festgelegte Gruppen von Website-Besuchern an Tests teilnehmen zu lassen. Das kann beispielsweise wichtig werden, wenn man nur über Google kommende Besucher in einen Test einbeziehen möchte. Welche Parameter über die Teilnahme oder Nichtteilnahme entscheiden, kann ganz unterschiedlich sein. Vielleicht soll nur derjenige Website-Besucher am Test teilnehmen, der

  • von einer bestimmten Website durch Bannerwerbung auf die zu testende Website gelangt,
  • einen bestimmten Browser nutzt,
  • eine bestimmte Sprache spricht,
  • sich an einem bestimmten Ort befindet.

Etwas komplexer, aber nicht unmöglich wird die Sache, wenn man beispielsweise nur Besucher als Testteilnehmer haben möchte, die sich eine bestimmte Anzahl von Produkten angesehen haben oder deren Warenkorb bereits Produkte mit einem bestimmten Warenwert enthalten. Bleiben wir aber einmal bei den etwas einfacheren Vorgaben und skizzieren die programmiertechnischen Abläufe, die nötig sind, damit tatsächlich nur die gewünschte Besuchergruppe am Test teilnimmt.

Vorgabe: Besucher kommt von der Seite XY
Beim Seitenaufruf werden diverse Daten durch JavaScript Befehle verschlüsselt und dann auf dem Server oder im Browser (abhängig vom Testing-Tool) ausgewertet. Von welcher Seite der Besucher auf die Website gelangt, lässt sich dabei etwa mit dem Befehl „document.referrer“ auslesen.

Vorgabe: Besucher verwendet den Browser XY
Die Information über den verwendeten Browser ist im JavaScipt-Object navigator vorhanden. Testing-Tools können so ganz einfach auslesen, welchen Browser der Website-Besucher nutzt.

Vorgabe: Nutzer befindet sich an Ort XY (Geo-Targeting)
Diese Option ist vor allem dann sinnvoll, wenn die getesteten Seiten Produkte oder andere Angebote präsentieren, die nur in bestimmten Regionen oder Ländern zur Verfügung stehen.

Im Vergleich zu den bisher genannten Bedingungen ist das Auslesen der Standortinformation ein wenig komplexer. Im Normalfall wird die IP-Adresse verwendet, um den Standort des Besuchers zu lokalisieren. Eine weitere Möglichkeit ist das Auslesen der Info über die Schnittstelle geolocating API, die in der HTML5-Standard Codierung existiert. Allerdings ist hierfür eine Erlaubnis des Besuchers notwendig.

Vorgabe: Benutzer verwendet Sprache XY
Die Information zur verwendeten Sprache wird ebenfalls über den JavaScipt-Object navigator ausgelesen. Der Befehl dafür lautet: navigator.language.

Ein grundsätzliches Problem beim Selektieren von Besuchergruppen: Es ist nicht bei allen Vorgaben immer möglich, eine akkurate Information zu erhalten. Mehr zu diesem Problem erfahren Sie im Textabschnitt zum Auslesen von Cookies. Und der… kommt gleich. Klären wir aber vorab kurz, was Cookies sind.

Ein paar allgemeine Worte über Cookies
Wer schon weiß, was Cookies sind, überliest das hier und rückt einfach bis zum nächsten Kapitel vor. Und zwar… JETZT. Für alle anderen Leute: Cookies sind kleine und im Browser gespeicherte Dateien, die beispielsweise Informationen zum Nutzerverhalten beinhalten.

Ein Beispiel: Besucher X besucht eine Webseite, die einen Cookie im Browser platziert. Kehrt der Besucher irgendwann nach seinem ersten Besuch zur Website zurück, werden die im Cookie hinterlegten Informationen abgefragt. Die Website „weiß“ dann vielleicht, dass es sich um einen wiederholten Besuch handelt und dass der Besucher sich beim ersten Besuch für „Herrenschuhe“ interessiert hat. Dem anonym bleibenden Besucher kann dann beispielsweise ein personalisiertes Angebot präsentiert werden. Die in Cookies gespeicherten Informationen lassen sich natürlich auch für Tests verwenden, um über die Teilnahme von Besuchern an Tests zu „entscheiden“.

Das Setzen und Auslesen von Cookies
Schauen wir noch einmal etwas genauer, welche Funktionen Cookies beim Testing haben. Ein Website-Besucher steuert die Website X an, die aktuell einem Testing unterzogen wird. In einem ersten Schritt wird ein möglicherweise vorhandener Cookie ausgelesen. Er enthält die Information, die bestimmt, ob der Besucher überhaupt am Test teilnehmen soll oder nicht.

Soll er teilnehmen, wird im nächsten Schritt darüber entschieden, welche Testversion dem Nutzer zugeteilt wird. War der Nutzer bereits zu einem früheren Zeitpunkt auf der Website und hat am Test teilgenommen, wird ihm die gleiche Seitenversion wie zuvor angezeigt. Um herauszufinden, ob es sich um solch einen Wiederbesucher handelt, werden wiederum Cookies ausgelesen. Die Information über den vorigen Besuch der Website ist im eigenen Cookie des Testing-Tools gespeichert.

Das bekannte Testing-Tool Optimizely speichert Informationen beispielsweise im Cookie „optimizleyBuckets“. Findet Optimizely diesen Cookie bei einem Besucher NICHT, gilt der als neuer Besucher. Gehört er zudem zur Besuchergruppe, die am Test teilnehmen soll, bekommt er nun zufällig die Original- oder eine der veränderten Testvarianten der Website zu Gesicht. Er nimmt also am Test teil. Anschließend werden die ausgelesenen Daten im Cookie des Testing-Tools gespeichert, der nun dem Nutzer zugewiesen ist. Er ist damit (anonymisiert) als Testteilnehmer identifizierbar, damit er bei einem weiteren Besuch nicht als neuer Teilnehmer gezählt wird.

Zusatzinformation: Risiken beim Verwenden von Cookies
Der gesamte Prozess der Identifizierung von Besuchern und ihren Eigenschaften basiert auf der Nutzung von Cookies. Das birgt gewisse Risiken möglicher Verfälschungen von Testergebnissen. Ein Hauptproblem: Eine Website speichert einen Cookie im Browser eines Gerätes (z.B. PC). Die im Cookie gespeicherten Informationen stehen dann jedoch nicht zur Verfügung, wenn der Nutzer die Website mit einem anderen Gerät (z.B. Smartphone oder Tablet-PC) ansteuert.

So kann es etwa geschehen, dass der Nutzer die Website mit dem PC ansteuert und die Seitenvariante A sieht. Dabei erhält sein PC-Browser einen Cookie, der (unter anderem) dafür sorgt, dass dem Besucher fortan für die restliche Testphase immer Version A der Website gezeigt wird. Das funktioniert auch gut, solange der Besucher mit dem PC im Internet unterwegs ist. Wählt er aber irgendwann das Smartphone, ist dort kein passender Cookie gespeichert, sodass der Testteilnehmer dort als neuer Besucher eingestuft wird und vielleicht die Seitenvariante B angezeigt bekommt.

Das Problem kann sich insbesondere dann häufen, wenn eine Website sogenannte High-Involvement-Produkte anbietet. Gemeint sind Produkte, die für den potenziellen Käufer eine besondere Bedeutung haben. Wiederum ein Beispiel: Bestellt ein Kunde monatlich Klebeband im Netz, ist die emotionale Bedeutung des gekauften Produkts eher gering. Kauft er allerdings einen Verlobungsring, ist sie meistens sehr groß, sodass es sich hier um ein High-Involvement-Produkt handelt. Und vor dem Kauf von High-Involvement-Produkten neigen potenzielle Käufer dazu, intensiver zu recherchieren und Angebote zu vergleichen, ehe sie sich entscheiden. Deshalb steuert er ein- und dieselbe Website eventuell mit verschiedenen Geräten an, was dann zum eben geschilderten Problem mit Cookies beim Testing führen könnte.

Mithilfe eines Webanalyse-Tools wie Google Analytics kann man nachvollziehen, wie lang eine Kaufentscheidung im Durchschnitt dauert. Im Google-Tool findet man die Information unter Conversions > E-Commerce > Zeit bis zum Kauf (wenn E-Commerce Tracking implementiert ist). So können Sie schnell feststellen, ob Ihre Produkte in den „High-Involvement“-Bereich fallen und ob eine erhöhte Gefahr besteht, dass Menschen, die bereits am Test teilgenommen haben, nicht als solche identifiziert werden.

Manchmal ist der Keks weg
Ein weiteres mögliches Problem entsteht durch das Löschen von Cookies durch den Besucher. Jeder Browser gibt Nutzern die Möglichkeit dazu. Bei einem Testing müsste man daher einkalkulieren, dass eine bestimmte Anzahl von Besuchern nur deshalb nicht als Website-Nutzer mit wiederholtem Besuch erkannt wird, weil sie den sie identifizierenden Cookie gelöscht hat.

Leider gibt es kaum verlässliche Zahlen, wie viele Nutzer regelmäßig Cookies löschen. Im Jahr 2012 gab eine Studie an, dass knapp 30 % aller Browser regelmäßig von Cookies befreit werden. Das bedeutet also: Die Zahl derjenigen, die eventuell durch Löschen von Cookies bei einem Testing unterschiedliche Varianten einer Website sehen, sollte man nicht unterschätzen. Und das Sehen verschiedener Testvarianten kann beim Besucher durchaus einen negativen Eindruck hinterlassen.

Ändert sich etwa das Design, ändern sich vom Besucher wichtig empfundene Inhalte oder bestimmte Funktionen, ohne dass dafür ein Grund mitgeliefert wird, kann das den potenziellen Kunden schnell irritieren. Ein A/B Test liefert dann vielleicht eine Originalseite aus, auf der potenziellen Käufern 5% Rabatt versprochen wird, sowie eine Testvariante, bei der der versprochene Rabatt bei 10% liegt. Sieht ein Website-Besucher bei zwei relativ kurz aufeinander folgenden Besuchen einmal 5% und einmal 10% Rabatt, kann das zu einem Vertrauensverlust führen.

Ein Testen ohne Cookies? Noch nicht.
Momentan sind noch keine Testing-Tools auf dem Markt, die auf eine Alternative zu den Cookies setzen, heißt es im Praxisguide “Technische Grundlagen des Website-Testing”, den das Unternehmen ConversionBoosting herausgebracht hat. Auch, wenn es verschiedene Ansätze gibt, auf Cookies zu verzichten, scheuen sich Programmierer noch davor, sie zu nutzen. Nicht zuletzt spielen hier Überlegungen zum Datenschutz eine Rolle. Man wird daher wohl noch eine Weile mit den Keksen leben müssen und sollte daher bei Testings eine gewisse Verfälschung der Testdaten einkalkulieren. Nur, wer Verfälschungen einkalkuliert, kann sie aus Ergebnissen herausrechnen, um aussagekräftige Tests zu erhalten.

Autor:
Julian Kleinknecht ist Experte für Web-Analyse und Website-Testing. Er lebt in New York, USA. 2013 gründete er ConversionBoosting. Online-Marketer finden bei ConversionBoosting Praxiswissen, Vorträge, Tools und Trainings für mehr Erfolg bei der Conversion-Optimierung.

 

 

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Kategorien: Marketing

Netz-Fundstücke 01/15

IHK Onlinemarketing - 14. Januar 2015 - 12:00

Zum Start des Jahres gibt es mit der neuen Ausgabe unserer Netz-Fundstücke wertvolle Links zu den Themen: Social Media und soziale Netzwerke – Nutzerzahlen in Deutschland 2015, wie Facebook künftig seine Nutzer beobachten möchte, neue Mobile-Kennzeichnung für Seiten in den Google-Suchergebnissen und weitere spannende Links.

  • Social Media und soziale Netzwerke – Nutzerzahlen in Deutschland 2015: Im Blog über das Internet und das echte Leben hat Christian Buggisch die Entwicklungen des Social Web unter die Lupe genommen. Kompakt gibt es hier einen Überblick und eine ausführliche Linkliste zu allen Zahlen, Daten und Fakten.
  • Wer ein Profil statt Fanpage für sein Unternehmen eingerichtet hat, wird nun von Facebook aufgefordert, dieses zu ändern. Was dabei zu beachten ist, lesen Sie in diesem Netz-Fundstück.

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Kategorien: Marketing

Generation Z: Neue Zielgruppe, neue Herausforderungen

IHK Onlinemarketing - 5. Januar 2015 - 12:00

(Gastartikel) Dass die Kinder von heute die Zukunft von morgen beeinflussen werden, ist klar. Aber auf welche Art und Weise wird sich die so genannte Generation Z und deren Nutzung der Medien von anderen unterscheiden?

Die Generation Z ist nach 1995 und in einer Zeit geboren, die durch technischen Fortschritt geprägt ist und das Leben ohne Social Media nicht kennt. Ich als 22jähriges Mitglied der Generation Y fühle mich in Gesprächen mit jüngeren häufig bereits in meinem Wissen veraltet, wenn beim Thema „Kassetten“ gekichert wird. Dass ich meine Nachbarn früher nicht angerufen habe, sondern zur Haustür gegangen bin und geklingelt habe, scheint heute unvorstellbar. Man muss sich anscheinend heute stärker absichern, um keine Zeit zu verschwenden.

Für die Generation Z sind neue Technologien schnell und problemlos erhältlich, wodurch sie die digitale Sprache fließend beherrschen. Das führt dazu, dass man ihnen bereits nachsagt, sie seien permanent online und werden daher auch „Generation always-on“ genannt.

Informationen erhält die Generation, ohne die Hilfe von Lehrern und Eltern in Anspruch nehmen zu müssen. Das Internet und Social Media wird Ihnen alle Fragen beantworten können. Das Smartphone übernimmt hier eine Schlüsselfunktion: Die Mobilität und der kleine Bildschirm, der für andere nicht einsehbar ist und damit Privatsphäre schafft, sprechen hier klar für sich.
Genau dort findet sich der Ansatz für Anbieter verschiedenster Produkte, die ebenfalls Teil am geschätzten Einkaufsvolumen von rund 44 Milliarden US-Dollar im vergangenen Jahr haben möchten (Angabe laut Fischer Appelt Agentur).

Problematisch für die Anbieter ist allerdings das hohe Innovationstempo, welches durch die ständigen Neuerungen ausgelöst wird. Dass man nun endlich die Jugendlichen auf ihrem Smartphone erreichen kann, stimmt leider nicht ganz. Die Zielgruppe verwendet hauptsächlich alltagsgebundene Apps (Instant Gratification). Dazu zählen unter anderem Instant-Messenger wie WhatsApp, Angebote von Fast-Food-Ketten, Fahrplanauskünfte und Preise in Bekleidungsgeschäften.
Für alle anderen Anbieter ist dieser Markt eher schwerer zu erschließen. Unter anderem auch in Anbetracht dessen, dass sich viele Anbieter bereits glücklich darüber schätzen endlich ihre klassischen Werbekonzepte mit digitalen Webmaßnahmen unterstützen zu können.

Doch dann folgt bereits die nächste nötige Adaption: Die Kampagne muss zusätzlich noch auf dem Smartphone nutzbar sein um die Generation always-on zu erreichen.
Alle Inhalte die nicht zur aktuellen Suche gehören, werden von der Generation weitgehend ausgeblendet. Das Ausblenden lässt sich unter anderen auf die oben genannte minimale Bildschirmgröße und die dadurch sinkende Aufmerksamkeitsspanne zurückführen. Eine Werbebotschaft muss die heranwachsende Generation auf den ersten Blick begeistern.

Wie können Sie die Generation Z am besten medial erreichen?

  • Werbung sollte aus einem hohen visuellen Anteil bestehen
  • Individuelle Angebote sind notwendig
  • Kurze Textbausteine
  • Die Möglichkeit mitzugestalten
  • Cross-Media

Eine Verbesserung der globalen Kommunikation und des E-Commerce werden wir in Zukunft durch die noch stärkere Verknüpfung der Welt erleben. Die Generation Z wird genauso wie Anbieter ihren Teil dazu beitragen. Arbeit wartet hier reichlich.

Ergänzung (Anmerkung vom 29.01.15) :
Ein Beispiel aus dem echten Leben macht deutlich, warum es noch nie schwieriger für junge Menschen war ein Treffen mit Freunden zu organisieren als es aktuell zwischen Whatsapp und Facebook ist: http://www.welt.de/icon/article136706909/Prinzipiell-ja-aber-ich-kann-nichts-versprechen.html

Autorin:
Jennifer Köhler ist Auszubildende der IHK Mittlerer Niederrhein. Sie ist aktuell im dritten Lehrjahr zur Veranstaltungskauffrau.

Quelle: Mit freundlicher Genehmigung von INTERNET WORLD Business (Ausgabe 22/14)
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Kategorien: Marketing
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