Über den Internationalen Frauentag
Die deutsche Sozialistin Clara Zetkin gab die Anregung zu einem Frauentag.
Der erste Internationale Frauentag fand am 19. März 1911 in Deutschland, Dänemark, Österreich, der Schweiz und den USA statt. Millionen von Frauen beteiligten sich.
Zentrale Forderungen waren z. B. das Frauenwahlrecht, die Einführung des Acht-Stunden-Arbeitstages, ausreichender Mutter- und Kinderschutz, die Festsetzung von Mindestlöhnen und gleicher Lohn bei gleicher Arbeitsleistung. Die Forderung nach dem Frauenwahlrecht stand in Deutschland im Mittelpunkt und konnte im November 1918 von aktiven Frauen erstritten werden.
Erst im Jahr 1921 wurde auf einer großen sozialistischen Frauenkonferenz als festes Datum für den Internationalen Frauentag der 8. März festgelegt. Damit sollte an einen Textilarbeiterinnenstreik in Petersburg erinnert werden, der auf andere Sektoren übergriff und eine große Demonstration auslöste.
Während der Zeit des Nationalsozialismus wurden alle Frauenorganisationen verboten. Der Frauentag konnte nicht mehr durchgeführt werden und der Muttertag wurde zum offiziellen Feiertag.
Nach dem zweiten Weltkrieg fand in der sowjetischen Besatzungszone der Frauentag 1946 wieder statt. In Westdeutschland wurde der Frauentag erst in den späten sechziger Jahren von der neuen autonomen Frauenbewegung wieder belebt.
Der 8. März wurde zur Plattform für Themen wie Rechte der Ausländerinnen, Respekt vor nicht heterosexuellen Lebensweisen und die bessere Sicherung der Frauenrechte in der europäischen Annäherung.
Diese Forderungen haben bis zum heutigen Tage nicht an Aktualität verloren.
Brot und Rosen – das Symbol des Frauentages, geht zurück auf ein Lied, das bei einem Streik amerikanischer Textilarbeiterinnen Anfang des vergangenen Jahrhunderts entstand. Sie brachten ihre Forderungen somit auf den Punkt: Wir wollen Brot und Rosen.
Beachten Sie die Veranstaltungen in Kaarst, Korschenbroich und im Kreis Neuss.
Zum Text des Liedes Brot und Rosen auf Wikipedia

