Networking beim Waldbaden am 16. August 2022 - ein Rückblick

Ein Netzwerktreffen in der freien Natur

Networking ist wichtig. Das wissen die Frauen, die regelmäßig an den Treffen unseres Frauen Profinetzwerkes Kaarst-Korschenbroich teilnehmen.

Und das beherzigen auch Bäume im Wald, die mithilfe von Pilzen und anderen Organismen im Waldbodenauf faszinierende Weise miteinander kommunizieren. Dies und mehr erfuhren die teilnehmenden Frauen jetzt beim „Waldbaden“ im Hoppbruch.

Fachkundig begleitet von Profinetzwerkerin Nadine Eiben machte sich die Gruppe auf ins Grün. Eiben ist Naturtrainerin und Naturbotschafterin beim NABU, zertifizierte Waldführerin und Kursleiterin im derzeit sehr beliebten Angebot „Waldbaden“. Dieses kommt ursprünglich aus Japan und heißt dort „Shinrin Yoku“. Seine Wirkung wurde wissenschaftlich untersucht mit dem Ergebnis, dass der Aufenthalt im Wald den Blutdruck senkt, den Parasympathikus aktiviert und Stresshormone reduziert.

Kurz gesagt: Waldbaden macht gesund und glücklich!

Die hohen Temperaturen luden geradezu dazu ein, Abkühlung im Wald zu suchen. Und schon konnte Frau wieder etwas dazulernen: Neben den Blättern und Ästen als Wärmedämmer, sorgt insbesondere Totholz für die Kühle im Wald, da es in der Lage ist, viel Feuchtigkeit aufzunehmen und somit an heißen Sommertagen kühlend wirkt.

Wie Nadine Eiben anschaulich mitten im Buchenwald erläuterte, können Bäume miteinander kommunizieren. Sie tun das zum einen über chemische Duftstoffe, z. B. die Terpene, die sie über die Rinde verströmen. Darüber hinaus tauschen sie Informationen über ein Pilzgeflecht im Waldboden aus. Die Naturbotschafterin erzählte in der Kombination aus Vortrag und Waldbadeerlebnis nicht nur Dinge über den Wald, sondern lud die Teilnehmerinnen auch zu Aufmerksamkeitsübungen ein.

Um die Sinne zu schärfen, ging es paarweise durch die Natur mit verteilten Aufgaben: Eine hatte die Augen verbunden, die Andere reichte Blattwerk, Rinde, Distelsamen oder andere Fundstücke zum Ertasten an. Eine sehr gute und teils überraschende Erfahrung, wie alle abschließend fanden. Sich „blind“ auf eine andere Netzwerkerin zu verlassen, fördert zudem das Vertrauen untereinander, ebenfalls wichtig für gutes Netzwerken.

Die Gruppe lernte noch viele weitere Dinge über den Wald kennen – unter anderem, wie man gefahrlos Brennnesseln pflücken und verzehren kann.

Ein rundum gelungener Abend. Danke Nadine Eiben!

Mehr zum Angebot von Nadine Eiben unter https://www.kleinenaturentdecker.de/

Fotos: © Sigrid Hecker